Playoff Finalspiele im Überblick!
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Runde 6 der Finalspiele 2007/08!

Runde 5 der Finalspiele 2007/08!

Runde 4 der Finalspiele 2007/08!

Runde 3 der Finalspiele 2007/08!

Runde 2 der Finalspiele 2007/08!

Runde 1 der Finalspiele 2007/08!


Alle Finalspiele im Detail analog der Spieldaten!

 
Finalspiel 6, ZSC Lions : HC Servette-Genève
Der Zürcher Sturmlauf und das späte Titelglück!

Der ZSC sicherte sich in extremis im Penaltyschiessen den sechsten Titel der Klubgeschichte. Domenico Pittis markierte das Meistertor zum 1:0 und Ari Sulander liess sich in der zweiten Zusatzschicht von keinem Genfer bezwingen.

Matthias Seger mit dem Pokal.

Matthias Seger mit dem Pokal.

Meisterjubel mit Trainer Harold Kreis, Matthias Seger und Co Trainer Dave Chambers.

Meisterjubel mit Trainer Harold Kreis, Matthias Seger und Co Trainer Dave Chambers.
 

Jubel bei Lions Torschütze Ryan Gardner, Peter Sejna und Beat Forster nach dem Tor zum 1:1.

Jubel bei Lions Torschütze Ryan Gardner, Peter Sejna und Beat Forster nach dem Tor zum 1:1.

Trotz einem ZSC-Sturmlauf ohne Grenzen hielten die Genfer das 1:1 auch in der Overtime, ehe ihnen im Penaltyschiessen endgültig die Kraft ausging. Conz schoss am Tor vorbei, Topskorer Kolnik scheiterte ebenso am brillanten Sulander wie Aubin. Damit schrieb der ZSC Playoff-Geschichte. Nie zuvor seit Einführung des neuen Modus 1985 endete ein Championat mit einem Penaltykrimi.

Taumelnde Genfer, Zürcher Angriffswellen

Phasenweise taumelten die Genfer nur noch vor Erschöpfung. Im Einbahnverkehr der Verlängerung stand ihnen der «sudden death» mehrfach bevor. Eine Angriffswelle «überflutete» das Drittel der überforderten Westschweizer. Bastl, Lachmatow, Seger vergaben der Reihe nach hochprozentige Möglichkeiten. Und auf dem Siedepunkt lenkte Suchy einen Schuss Forsters an den Pfosten.

Vor und neben Servettes Keeper Gianluca Mona entlud sich ein regelrechtes Zürcher «Chancen-Gewitter». Mit Glück und unbändigem Einsatz überstanden die Genfer Kapitäne den (An-)Sturm. Das Réduit bröckelte, zerfiel aber doch nie in seine Einzelteile, weil Gardner Sekunden vor dem Ende der Overtime auch den letzten Matchpunkt aus dem Spiel heraus vergab, als er einen Pass über die Latte lenkte. Das Schussverhältnis von 20:4 war das statistische Dokument des Zürcher «Powerplays».

Schon vor der Verlängerung und vor allem in den letzten drei «regulären» Minuten zelebrierten die Finalisten einen einzigartigen Schlagabtausch mit Chancen im 20-Sekunden-Takt. Keiner der 10 700 Zuschauer blieb sitzen. Obschon es bis dahin nur die Treffer von Law und Gardner zu sehen bekommen hatte, wurde dem Publikum ein mitreissendes Unterhaltungsprogramm mit sämtlichen eishockey-relevanten Höhepunkten serviert.

Und nach dem letzten verschossenen Penalty der Genfer brachen im Hallenstadion alle Dämme. Die Anhänger feierten ihre Helden, die Genf in der Serie nach einem 0:2-Rückstand mit vier Siegen in Folge eindrücklich niederrangen.

Gardners Beruhigung

Zur temporären Beruhigung der Zürcher Anhänger im restlos ausverkauften Hallenstadion trug Ryan Gardner bei. Der baumlange Flügel reagierte nach einem von Forster erzwungenen Abpraller Monas schneller als alle Genfer und traf im sechsten Finalspiel erstmals wieder. Das 1:1 stand selbst nach dem überflüssigen Video-Studium des Referees, das Genfs Coach McSorley provokativ veranlasst hatte, nicht mehr zur Debatte.

Nun waren die Verhältnisse auch resultatmässig wieder ausgeglichen. Der Spielstand passte exakt zu dieser unerhört umkämpften Serie. Kaum ein Akteur bewegte sich bis zur Spielmitte nicht auf Augenhöhe seines Kontrahenten. Auch im sechsten Final-Akt schenkten sich die beiden Teams nicht einmal einen Augenkontakt. Um jeden Quadratzentimeter der Eisfläche wurde gerungen. Vor allem die Genfer Verteidiger überliessen nichts dem Zufall und entschieden sich im Zweifelsfall für den destruktiven Befreiungsschlag.

Die Servettiens schirmten ihren Goalie lange unerhört gut ab. Im Slot herrschte kein Durchgangsverkehr, sondern mehrheitlich das Faustrecht. In dieser Sparte profilierte sich der französische «Feuerkopf» Laurent Meunier an vorderster Front. Erst als die Kräfte schwanden und die Lions in der Schlussphase mit beeindruckender Vehemenz dem 2:1 entgegen stürmten, rückte Gianluca Mona vermehrt in den Brennpunkt. Gardners Schluss blockierte er souverän, Blindenbachers Solo stoppte Mona mit Glück. Bei einer weiteren erstklassigen Szene von Gardner (41.) bewahrte der Pfosten Genf vor der Rücklage.

Alstons Ausschluss

Speziell war bereits der Auftakt verlaufen. Nach 74 Sekunden entlud sich die Anspannung ein erstes Mal. In unmittelbarer Nähe des Bullypunkts bekämpften sich der Genfer Verteidiger Höhener und ZSC-Stürmer Jan Alston. Der Zürcher traf seinen Gegenspieler dabei im Gesicht, worauf er von Schiedsrichter Kurmann ohne Zögern mit einem Restausschluss bestraft wurde. Für die Lions wog der frühe Fauxpas doppelt. Während fünf Minuten wehrten sie sich vergeblich gegen den Fehlstart und verloren überdies ihren besten Playoff-Skorer.

Der Rückschlag zur Unzeit hinterliess beim ZSC im ersten Drittel tiefe Spuren. Lachmatows Break in der 5. Minute in Unterzahl war die beste Szene. Alstons Out folgten diverse personelle Rochaden. Alexej Krutow, in den letzten Partien eine treibende Kraft im dritten Block, rückte in die zweite Formation vor; Bastl ersetzte den Russen und Kim Lindemann, der Dauerreservist, griff unverhofft ins hektische Geschehen ein.

Verspätete Zürcher Rückkehr

Spätestens in den ersten Minuten des Mittelabschnitts deuteten die Lions aber an, dass sie sich auf die notgedrungenen Umstellungen eingestellt hatten. Mit ihrem Vorwärtsdrang und ihrer Wucht zwangen sie die Gäste immer wieder zu unerlaubten Interventionen und Steilpässen ins Niemandsland. Den Ausgleich Gardners (27.) vermochten die zurückgedrängten «Grenats» nur aufzuschieben.

Obschon sie mit Fortdauer der Partie mehr unter Druck gerieten, trugen die Genfer dreimal ohne Vorwarnung Gefahr und Hektik in die Zone der Zürcher -- Aubin, Trachsler und Rivera standen dem zweiten Tor im letzten Drittel unerhört nahe. Ein erfolgreicher Abschluss wäre zu jenem Zeitpunkt mit dem Knock-out gleichbedeutend gewesen.

Bierbecherwurf gegen McSorley

Eine höchst unschöne Szene trug sich in der begeisternden Finalissima der regulären Spielzeit zu. Ein Zürcher Dummkopf schleuderte dem Genfer Coach einen Bierbecher gegen den Hinterkopf.

ZSC Lions - Genève-Servette 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 0:0) n.P.
Hallenstadion. -- 10'700 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Kurmann, Wehrli/Wirth. -- Tore: 6. Law (Aubin, Bezina/Ausschluss Alston) 0:1. 27. Gardner (Forster, Sejna) 1:1. -- Penaltyschiessen: Pittis 1:0, Conz -; Adrian Wichser -, Kolnik -; Monnet -, Aubin -. -- Strafen: 2mal 2 plus 5 Minuten plus Spieldauer (Alston) gegen die ZSC Lions, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. -- PostFinance-Topskorer: Adrian Wichser; Kolnik.

ZSC Lions: Sulander; Blindenbacher, Suchy; Seger, Schnyder; Leeger, Forster; Gardner, Adrian Wichser, Sejna; Alston, Pittis, Monnet; Krutow, Gloor, Lachmatow; Bastl, Lukas Grauwiler, Murovic; Kim Lindemann.

Genève-Servette: Mona; Mercier, Bezina; Gobbi, Keller; Höhener, Breitbach; Schilt; Conz, Trachsler, Deruns; Rivera, Meunier, Kolnik; Law, Aubin, Fedulow; Lüssy, Augsburger, Ruefenacht.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Stoffel (verletzt), Flüeler, Johner, und Pavlikovsky (alle überzählig), Genève-Servette ohne Cadieux, Savary, Vigier (alle verletzt), Julien Bonnet, Hecquet und Heynan (alle überzählig). -- Pfosten-/Lattenschüsse: 41. Gardner, 69. Suchy. -- 57. Timeout Genève-Servette. -- Powerplay: ZSC Lions 0/4; Genève-Servette 1/3.

Playoff-Skorerliste
1. Ryan Gardner (ZSC Lions) 16 Punkte (8 Tore/8 Assists). 2. Igor Fedulow (Genève-Servette) 16 (2 Tore/14 Assists). 3. Jan Alston (ZSC Lions) 15 (7/8). 4. Thibaut Monnet (ZSC Lions) 15 (4/11).

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Dienstag, 08.April 2008!

 
Finalspiel 5, HC Servette-Genève : ZSC Lions
Dritter Sieg in Folge für die Lions!
Die ZSC Lions stehen vor dem Gewinn des sechsten NLA-Meistertitels der Klubgeschichte. Die Zürcher wandelten bei Genève-Servette einen frühen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg nach Penaltyschiessen um.

Jubel bei Jan Alston und Mark Bastl nach der Entscheidung

Jubel bei Jan Alston und Mark Bastl nach der Entscheidung.

Jan Alston und Domenico Pittis, der mit seinem Treffer 48 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit bereits die Overtime erzwungen hatte, sorgten für die entscheidenden Penaltytreffer der Lions. Die Genfer bezogen erst die zweite Niederlage bei acht Siegen in Penalty-Entscheidungen dieser Saison.

Mit dem dritten Erfolg in Serie erkämpfte sich der Qualifikationssechste aus Zürich damit zwei Meister-Pucks. Den ersten können die Zürcher am Donnerstag im mit 10'700 Zuschauern erneut ausverkauften Hallenstadion verwerten. Es wäre der erste Meistertitel seit sieben Jahren.

Schlagabtausch

Mit einem starken Startdrittel hatten die Gastgeber die Weichen nur vermeintlich auf Sieg gestellt. Beide Treffer zur 2:0-Führung erzielte der Servette-Kanadier Kirby Kirby Law jeweils auf Vorarbeit von Igor Fedulow und Serge Aubin.

Nachdem Genève-Servette zu Beginn des Mitteldrittels mehrere Chancen zum 3:0 ausliess und der ZSC-Nationalverteidiger Severin Blindenbacher bei 4 gegen 4 zum 2:1 verkürzte, entwickelte sich ein regelrechter Schlagabtausch. Die individuellen Fehler häuften sich auf beiden Seiten, die Torhüter rückten in der zum sechsten Mal in Folge ausverkauften Les-Vernets-Halle (6837 Zuschauer) vermehrt in den Brennpunkt des Geschehens.

Genève-Servette - ZSC Lions 2:3 (2:0, 0:1, 0:1, 0:0) n.P.
Les Vernets. -- 6837 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Kurmann, Arm/Küng. -- Tore: 8. Law (Fedulow, Aubin) 1:0. 15. Law (Fedulow, Aubin/Ausschlüsse Forster, Blindenbacher) 2:0. 30. Blindenbacher (Adrian Wichser/Ausschlüsse Gobbi; Pittis) 2:1. 60. (59:12) Pittis (Seger, Adrian Wichser) 2:2 (ZSC ohne Torhüter). -- Penaltyschiessen: Alston 0:1, Fedulow -; Pittis 0:2, Kolnik 1:2; Monnet -, Meunier -. -- Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Augsburger) gegen Genève-Servette, 7mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. -- PostFinance-Topskorer: Kolnik; Adrian Wichser.

Genève-Servette: Mona; Mercier, Bezina; Gobbi, Keller; Höhener, Breitbach; Lüssy, Trachsler, Déruns; Conz, Meunier, Kolnik; Law, Aubin, Fedulow; Rivera, Augsburger, Thomas Rüfenacht.

ZSC Lions: Sulander; Blindenbacher, Suchy; Seger, Leeger; Daniel Schnyder, Forster; Gardner, Adrian Wichser, Sejna; Alston, Pittis, Monnet; Krutow, Gloor, Lachmatow; Bastl, Grauwiler, Murovic.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Vigier, Savary, Cadieux (alle verletzt) und Julien Bonnet (überzählig), ZSC Lions ohne Stoffel (verletzt), Pavlikovksy und Johner (überzählige Ausländer). -- Powerplay: Genève-Servette 1/6; ZSC Lions 0/3. -- Pfostenschüsse: 13. Bezina, 30. Forster. -- ZSC Lions ab 58:50 bis 59:12 ohne Torhüter.

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Samstag, 05.April 2008!
 

Finalspiel 4, ZSC Lions : HC Servette-Genève
ZSC Lions gleichen Finalserie aus!
Im Playoff-Final zwischen Servette und den ZSC Lions ist wieder alles offen: Die ZSC Lions gewannen Spiel 4 im ausverkauften Hallenstadion mit 3:2 und glichen die Serie zum 2:2 aus. Peter Sejna erzielte zwei Tore und vier Minuten vor Schluss das Siegtor.

Domenico Pittis gegen Genfs Gianluca Mona.

Domenico Pittis gegen Genfs Gianluca Mona.

Zürichs Alexej Krutov gegen Genfs Serge Aubin und Torhüter Gianluca Mona.

Zürichs Alexej Krutov gegen Genfs Serge Aubin und Torhüter Gianluca Mona.

Bei der entscheidenden Szene 243 Sekunden vor Schluss setzte sich Ryan Gardner hinter dem Genfer Tor im Zweikampf durch, passte blind hinter dem Rücken zurück zu Sejna, der mit seiner Direktabnahme Goalie Gianluca Mona erwischte. Der Puck rutschte Mona unter dem Schoner durch, das Gegentor schien nicht unhaltbar.

Das späte Tor hatte sich zuvor nicht unbedingt abgezeichnet. Der HC Genève-Servette schien sogar dem dritten Treffer im Schlussabschnitt näher zu stehen. John Gobbi traf in der 46. Minute nur die Latte. Und nach 52 Minuten kamen die Genfer zu einer Powerplaychance, bei der sie dem dritten Treffer ihrerseits äusserst nahe standen.

Das Verdikt darf indessen getrost als ausgleichende Gerechtigkeit angesehen werden: Vergangenen Montag in Spiel 2 standen im Hallenstadion die ZSC Lions dem Sieg näher, ehe sich Servette im Finish 4:2 durchsetzte.

Vor dem Schlussabschnitt wogte das Geschehen hin und her. Servette führte im ersten Drittel während acht Minuten 1:0, ehe Adrian Wichser in Überzahl ausglich. Im zweiten Abschnitt lagen die ZSC Lions nach Sejnas erstem Treffer dreieinhalb Minuten lang vorne.

ZSC Lions - Genève-Servette 3:2 (1:1, 1:1, 1:0)

Hallenstadion. - 10'700 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kurmann, Arm/Küng. - Tore: 5. Gobbi (Meunier, Fedulow) 0:1. 13. Adrian Wichser (Sejna, Gardner/Ausschluss Gobbi) 1:1. 34. Sejna (Adrian Wichser, Monnet/Ausschlüsse Law, McSorley) 2:1. 38. Gobbi (Déruns, Fedulow) 2:2. 56. Sejna (Gardner, Seger) 3:2. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 7mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Adrian Wichser; Kolnik.

ZSC Lions: Sulander; Blindenbacher, Suchy; Leeger, Seger; Stoffel, Daniel Schnyder; Cadonau; Gardner, Adrian Wichser, Sejna; Monnet, Pittis, Alston; Krutow, Gloor, Lachmatow; Bastl, Grauwiler, Murovic; Kim Lindemann.

Genève-Servette: Mona; Mercier, Goran Bezina; Gobbi, Olivier Keller; Höhener, Breitbach; Schilt; Florian Conz, Aubin, Kolnik; Law, Meunier, Fedulow; Lussy, Trachsler, Déruns; Rivera, Augsburger, Jérôme Bonnet; Rüfenacht.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Forster (gesperrt), Johner und Pavlikovsky (beide überzählige Ausländer), Genève-Servette ohne Cadieux, Savary und Vigier (alle verletzt). - Pfostenschüsse: Pittis (12.); Meunier (28.), Gobbi (46./Latte). - Timeout Genève-Servette (59:47). - Powerplay: ZSC Lions 2/5; Genève-Servette 0/4.

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Donnerstag, 03.April 2008!

 
Finalspiel 3, HC Servette-Genève : ZSC Lions
Stärkesignal der ZSC Lions!
Zürich hat im NLA-Playoff-Final ein erstes Zeichen der Stärke ausgesandt. Die Lions setzten sich in der vollen «Les Vernets» gegen Genève-Servette 3:2 durch und verkürzten in der Serie mit dem ersten Break auf 1:2.

Lions Peter Sejna gegen Genfs Goran Bezina.

Lions Peter Sejna gegen Genfs Goran Bezina.

Zur Unzeit verspielte Servette seine makellose Playoff-Heimbilanz. Im achten Spiel erlitt Chris McSorleys Auswahl die erste Niederlage. Zweimal erreichten die Servettiens den Ausgleich. Bezina und Déruns vermochten die Zürcher Führungstreffer durch Schnyder und Gloor jeweils auszugleichen. Nach dem 2:3 durch Topskorer Jan Alston suchten sie in den restlichen 26 Minuten aber vergeblich nach der richtigen Antwort.

Wie die seit Wochen erfolgsverwöhnten Genfer den ersten Fehltritt vor eigenem Publikum verkraften, wird sich wohl schon am Samstag im ausverkauften Hallenstadion ein erstes Mal weisen. Die Lions haben nach der bitteren 2:4-Heimniederlage auswärts dank einer verblüffenden Coolness gepunktet. Den Ausfall ihres gesperrten Defensiv-Leaders Beat Forster steckten sie gut weg, und die Genfer «Eisschnellauf-Fraktion» um Vigier und Meunier kontrollierten die Zürcher ohne Ausnahme.

Derweil Zürich nach dem missratenen Auftakt zur Finalserie Charakter zeigte, bewies Servette zumindest bis zur Spielmitte erstaunliche Nehmerqualitäten. Zweimal reagierten die Grenats auf einen Rückstand. Sie profitierten dabei zwar von Zürcher Aussetzern, das schmälerte ihren Auftritt nicht. Ihr Pech war aber, dass sie von den Lions quasi kopiert wurden. Sowohl beim 2:1 als auch beim kursweisenden 3:2 von Alston lösten die Zürcher nach technischen Fehlern der Gastgeber blitzschnelle Angriffszüge aus.

Genève-Servette - ZSC Lions 2:3 (2:2, 0:1, 0:0)

Les Vernets. - 6837 Zuschauer (ausverkauft). - SR Mandioni, Simmen/Sommer. - Tore: 2. Daniel Schnyder (Grauwiler) 0:1. 5. Goran Bezina (Meunier, Florian Conz/Ausschluss Kolnik!) 1:1. 7. Gloor (Krutow, Lachmatow) 1:2. 15. Déruns (Trachsler) 2:2. 33. Alston (Monnet) 2:3. - Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Aubin) gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Kolnik; Adrian Wichser.

Genève-Servette: Mona; Mercier, Goran Bezina; Gobbi, Olivier Keller; Höhener, Breitbach; Schilt; Florian Conz, Aubin, Kolnik; Lüssy, Trachsler, Déruns; Vigier, Meunier, Fedulow; Rivera, Augsburger, Jérôme Bonnet; Rüfenacht.

ZSC Lions: Sulander; Blindenbacher, Suchy; Seger, Leeger; Stoffel, Daniel Schnyder; Gardner, Adrian Wichser, Sejna; Alston, Pittis, Monnet; Krutow, Gloor, Lachmatow; Bastl, Grauwiler, Murovic.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Cadieux, Savary (beide verletzt) und Law (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Forster (gesperrt), Pavlikovsky, Johner (beide überzählige Ausländer). - Pfostenschuss Seger (47.). - Powerplay: Genève-Servette 0/5; ZSC Lions 0/5 (ein Shorthander kassiert).

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Montag, 31.Maerz 2008!

Finalspiel 2, ZCS Lions : HC Servette-Genève

Wilder ZSC-Sturmlauf und Genfer Happy-End!
Der ZSC ist im Playoff-Final gegen Genève-Servette 0:2 in Rückstand geraten. Im eigenen Stadion unterlagen die Lions 2:4. Die entscheidenden Treffer durch Vigier und Meunier handelten sich die Zürcher in den letzten fünf Minuten ein.

Jubel bei Genfs Laurent Meunier, Olivier Keller und dem Team nach dem 4:2.

Jubel bei Genfs Laurent Meunier, Olivier Keller und dem Team nach dem 4:2.

Genfs Trainer Chris Mc Sorley hatte sein Team richtig eingestellt.

Genfs Trainer Chris Mc Sorley hatte sein Team richtig eingestellt.

Als die Gastgeber im Rausch der Kurswende -- vom 0:2 zum 2:2 -- mit Verspätung zum ersten Sieg in dieser finalen Serie stürmen wollten, setzten die Grenats zum Konter an. Dass Jean-Pierre Vigier den Pass Meuniers mit dem Schlittschuh an Sulander vorbeilenkte, verstärkte den Frust der Zürcher Fan-Gemeinde.

Der erste Titelgewinn ist für die Servettiens damit frühzeitig in Sichtweite gerückt. In der eigenen Halle haben sie in dieser Playoff-Saison siebenmal in Serie gewonnen. Eine Trendwende ist nicht absehbar.

An einer Schiedsrichter-Polemik wollte sich der Zürcher Gentleman-Coach Harold Kreis hinterher nicht beteiligen: «Nein, das kommentiere ich nicht. Darum haben wir ja auch nicht verloren.»

Das frühe 0:2 (9.) war für Kreis frustrierend, das Comeback wertete er hingegen als positives Zeichen für die Substanz, «die in dieser Mannschaft steckt.» Den Vorwurf, sie seien physisch unterlegen, liess der Zürcher Trainer nicht zu: «Wir haben ausgeglichen gecheckt.»

Wildwest im Mitteldrittel

In einer packenden Periode mit Wildwest-Szenen an allen Fronten hatten die Lions bis zur «Halbzeit» den Ausgleich erzwungen. Dass ausgerechnet Alexej Krutow mit dem vierten Playoff-Tor der Ausgleich gelang, passte ins Bild.

Der Lizenz-Schweizer und «Vor-Checker» verschonte weder sich noch die Genfer vor blauen Flecken. Krutow bekämpfte seine Kontrahenten mit einer Intensität, als stamme er von einem NHL-Haudegen ab und nicht von Wladimir, dem ehemaligen Chef-Techniker des russischen Superblocks.

Das Publikum im Hallenstadion bekam vor allem im Mitteldrittel einen offenen Schlagabtausch zweier Highspeed-Teams zu sehen, die keinen Zweikampf vermieden. Eine Linie war zwar nicht mehr erkennbar, aber die Emotionen zogen die über 10'000 Zuschauer fast ausnahmslos in den Bann. Das Tor Vigiers verdarb dem Gros die gute Laune und raubte den Lions den Schwung. Die Phonwerte sanken innert Sekunden unter den Nullpunkt.

In den verbleibenden fünf Minuten fehlte dem ZSC die Kraft zur zweiten Reaktion; die Korrektur der anfänglichen Schieflage kostete zu viel Energie. Der Ausgleich war kein Thema mehr, stattdessen demütigte Meunier, der Siegtorschütze der ersten Partie, den ZSC mit seinem Schuss ins leere Tor endgültig. Vor einer Vorentscheidung will Kreis selbstredend nichts wissen: «Wir werden auch nach dem 0:2 mit grossem Vertrauen nach Genf reisen.» Zweckoptimismus klingt ähnlich.

0:2-Handicap nach neun Minuten

Bereits in den ersten neun Minuten manövrierten sich die unerklärlich apathischen Lions in jene heikle Lage, die sie eigentlich unter allen Umständen vermeiden wollten. Genf-Servette führte ohne übertriebenen Aufwand 2:0. Florian Conz schob einen Querpass Aubins unbedrängt zur Führung über die Torlinie. Zwei Pässe genügten, um die gesamte Zürcher Defensive lahmzulegen. Das zweite Tor produzierten die selben Protagonisten -- mit vertauschten Rollen. Conz bereitete vor, Aubin sorgte für den Vollzug.

Der ZSC wirkte in der besten Genfer Phase hilf- und vor allem orientierungslos. Im Angriff fehlte die Präzision, in der eigenen Zone die Abstimmung. Die Absenz des kranken Blindenbacher blieb im missratenen Startdrittel nicht ohne Folgen. Kreis nahm wegen des Forfaits des Internationalen gleich bei zwei (eingespielten) Back-Paaren Änderungen vor. Die (Not-Massnahmen) waren in diversen Szenen spürbar.

Forsters Auftritte

Als wolle er die Startschwierigkeiten der Defensive im Alleingang korrigieren, schüttelte Beat Forster während seiner Fahrt über die halbe Eisfläche alle Gegner ab. Auf Höhe der blauen Linie übernahm der Offensiv-Verteidiger die Scheibe und wuchtete sie via Goalie Mona zum 1:2 ins Tor. Forster, seit Monaten eine unumstritttene Leaderfigur der Zürcher, lieferte mit seinem Rush den massgebenden Beitrag zur Initialzündung.

Forster trieb aber nicht nur die Gäste an den Rand zur Überforderung. Nach einer harten Charge und dem ausgebliebenen Pfiff des sehr grosszügigen Referees Mandioni tobte der Ostschweizer minutenlang. Selbst ZSC-Trainerassistent Chambers vermochte Forster kaum mehr zu beruhigen.

Und die Auszeichnung zum besten Zürcher Spieler hatte Forsters Ärger nicht ansatzweise geschmälert. Wenige Minuten nach der Schlusssirene stürmte Forster mit gepackter Tasche und wortlos aus der Kabine.

ZSC Lions - Genève-Servette 2:4 (1:2, 1:0, 0:2)

Hallenstadion. -- 10#298 Zuschauer. -- SR Mandioni, Simmen/Sommer. -- Tore: 5. Conz (Aubin, Kolnik) 0:1. 9. Aubin (Conz, Kolnik) 0:2. 18. Forster (Alston) 1:2. 30. Krutow (Lachmatow, Gloor) 2:2. 55. Vigier 2:3. 60. (59:00) Meunier (Kolnik) 2:4 (ins leere Tor). -- Strafen: je 3mal 2 Minuten.

ZSC Lions: Sulander; Seger, Suchy; Leeger, Forster; Stoffel, Schnyder; Sejna, Wichser, Gardner; Alston, Pittis, Monnet; Bastl, Grauwiler, Murovic; Krutow, Gloor, Lachmatow.

Genève-Servette: Mona; Mercier, Bezina; Gobbi, Keller; Höhener, Breitbach; Schilt; Conz, Aubin, Kolnik; Vigier, Meunier, Fedulow; Lussy, Trachsler, Déruns; Rivera, Augsburger, Jérôme Bonnet.

Bemerkungen: ZSC ohne Blindenbacher (krank), Pavlikovsky (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Savary, Cadieux (beide verletzt), Law (überzähliger Ausländer). 23. Augsburger verletzt ausgeschieden. 58:05 Timeout der ZSC Lions.

Skorerliste. Playoffs:
1. Jan Alston (ZSC Lions) 14 (6 Tore/8 Assists). 2. Igor Fedulow (Genève-Servette) 14 (2/12). 3. Jean-Pierre Vigier (Genève-Servette) und Ryan Gardner (ZSC Lions), je 13 (7/6). 5. Thibaut Monnet (ZSC Lions) 13 (4/9). 6. Beat Forster (ZSC Lions) 12 (5/7). 7. Alexander Daigle (Davos) 11 (6/5). 8. Adrian Wichser 11 (4/7). 9. Laurent Meunier 10 (6/4). 10. Peter Sejna (ZSC Lions) 10 (5/5).

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Finalspiel 1, HC Servette-Genève : ZSC Lions

Genf-Servette gewinnt nach Verlängerung!

Der HC Genève-Servette hat auch sein siebentes Playoff-Heimspiel gewonnen. Die Genfer setzten sich gegen die ZSC Lions im ersten Finalspiel mit 4:3 nach Verlängerung durch. Laurent Meunier erzielte das Siegtor nach 212 Sekunden der Overtime.

Jan Alston bezwingt Jean-Luca Mona!

Jan Alston bezwingt Genfs Torhüter zum 3:3.

Der Siegestreffer fiel mit Servettes erstem Torschuss in der Verlängerung. Die ZSC Lions standen bei der entscheidenden Szene zu offensiv und liessen das Duo Igor Fedulow/Laurent Meunier gegen nur einen Verteidiger losziehen. Fedulow spielte den Querpass zu Meunier, der Ari Sulander im Zürcher Tor per Direktabnahme bezwang.

Die Gastgeber erwiesen sich im ersten Spiel in praktisch allen Belangen als überlegen. Insbesondere physisch dominierten sie die Zürcher krass. Entsprechend hätte der HC Genève-Servette den Sieg schon vor der Overtime sicherstellen müssen.

Die Genfer führten auch bis zur 53. Minute 3:1 und kontrollierten das Geschehen. In der 53. Minute liess sich Servette auskontern (Kevin Gloor verkürzte solo auf 2:3), und 103 Sekunden vor Schluss gelang Jan Alston der Ausgleich, als John Gobbi für Spielverzögerung auf der Strafbank sass.

Vor Alstons spätem Ausgleich hatte vor allem Servette im Überzahlspiel überzeugt. Die Genfer erzielten ihre ersten drei Tore alle im Powerplay. Und hätte Servette im Finish nicht den Zwei-Tore-Vorsprung verspielt, wäre Jean-Pierre Vigier die grosse Figur des Spiels gewesen. Der 31-jährige Kanadier, der in Genf nächste Saison nicht mehr erwünscht ist, brachte seine Equipe in der 11. und der 27. Minute zweimal in Führung.

Zum 3:1 durch Verteidiger Martin Höhener steuerte der Flügel des zweiten Blocks die Vorarbeit bei, zudem raubte Vigier Goalie Ari Sulander die Sicht. Vigier hatte bereits im letzten Halbfinalspiel gegen Fribourg-Gottéron drei Tore erzielt.

Genève-Servette - ZSC Lions 4:3 (1:1, 2:0, 0:2, 1:0) n.V.

Les Vernets. - 6837 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Kurmann, Wehrli/Wirth. - Tore: 11. Vigier (Aubin, Fedulow/Ausschlüsse Blindenbacher, Suchy) 1:0. 12. Stoffel (Alston, Monnet/Ausschluss Kolnik) 1:1. 27. Vigier (Goran Bezina, Kolnik/Ausschluss Forster) 2:1. 34. Höhener (Kolnik, Vigier/Ausschluss Sejna) 3:1. 53. Gloor (Forster) 3:2. 59. Alston (Forster, Monnet/Ausschluss Gobbi) 3:3. 64. (63:32) Meunier (Fedulow) 4:3. - Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 7mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Kolnik; Adrian Wichser.

Genève-Servette: Mona; Mercier, Goran Bezina; Olivier Keller, Gobbi; Höhener, Breitbach; Schilt; Florian Conz, Aubin, Kolnik; Vigier, Meunier, Fedulow; Savary, Trachsler, Déruns; Rivera, Augsburger, Jérôme Bonnet; Lüssy.

ZSC Lions: Sulander; Blindenbacher, Suchy; Seger, Forster; Stoffel, Daniel Schnyder; Leeger; Gardner, Adrian Wichser, Sejna; Monnet, Pittis, Alston; Krutow, Gloor, Lachmatow; Bastl, Grauwiler, Murovic; Kim Lindemann.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Cadieux (verletzt) und Law, ZSC Lions ohne Johner und Pavlikovsky (überzählige Ausländer). - Powerplay: Genève-Servette 3/6; ZSC Lions 2/7.

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